Du hast jahrelange Erfahrung in deinem Bereich, deine Warteliste platzt aus allen Nähten und du weißt ganz genau, dass da draußen Hunderte von Menschen sind, die deine Hilfe jetzt gerade akut brauchen?
Ina Lauterbach ist integrative Lerntherapeutin ging es genau so, denn ihre Praxis war mit Sprung in die Selbstständigkeit schnell proppenvoll! Lerntherapeut*innen sind gefragt, die Hilfe wird unbedingt gebraucht. Aber jeder Mensch hat eine Kapazitätsgrenze, und so auch Ina.
Ihre Idee: Ein eigenes Sachbuch, das wie ein digitales Erste-Hilfe-Werk die brennendsten Fragen von Eltern rund um das Thema Leserechtschreibschwäche beantwortet, damit diese nicht monatelang tatenlos auf einen Therapieplatz warten müssen.
„Ich habe gemerkt: Da fehlt irgendwie noch was. Und das kann ich bieten mit meiner Erfahrung.“
Doch von einer guten Idee in der Notizen-App bis zum gedruckten Buch auf der Messe war es ein Weg voller mentaler Hürden und unerwarteter Blockaden.
Wie schreibe ich ein Sachbuch ohne roten Faden?
Wer im eigenen Thema steckt, neigt dazu, alles auf einmal teilen zu wollen. Inas ursprünglicher Gedanke war es, eine Liste mit 200 Fragen rund um die LRS (Leserechtschreibschwäche) abzuarbeiten. Doch ohne roten Faden wird ein Buch schnell zu einem unübersichtlichen Monsterprojekt.
„Ich wusste gar nicht, was ich machen sollte, und der erste Game Changer bei Svenja war, als wir die Struktur gemacht haben. Da hatte ich überhaupt erst eine Idee, wie man sowas anfangen könnte. Vorher waren es einfach nur 200 Fragen. Das wäre wahrscheinlich nicht so spannend geworden…“
Erst durch die gemeinsame Arbeit und ein klares, logisches Gerüst verwandelte sich das lose Fragen-Chaos in ein echtes Ersthilfe-Werk. Ina schrieb von da an extrem konsistent und stellte während des Prozesses eine Sache ganz deutlich fest: wie viel fundiertes Wissen eigentlich in ihr steckt!
Was tun bei Schreibblockaden kurz vor der Buchveröffentlichung?
Doch die größte Hürde beim Buchschreiben ist selten das Schreiben selbst – es ist die Angst vor der eigenen Sichtbarkeit, die kurz vor der Ziellinie zuschlägt. Als das Manuskript fast fertig war, geriet der Prozess ins Stocken. Die Angst, sich der Kritik von Kolleg*innen auszusetzen oder plötzlich als Autorin im Rampenlicht zu stehen, hätte fast Inas Veröffentlichung verhindert:
„Ich habe sehr konsistent geschrieben, aber am Ende haperte es. Das war, glaube ich, auch diese Angst. Es gibt ja diese Angst zu gewinnen. Ich dachte: Jetzt ist das Buch fertig. Dann muss ich das ja veröffentlichen. Da hatte ich wirklich so einen Stuckpoint, wo ich gedacht habe: Vielleicht mache ich das doch nicht – total bekloppt.“
Genau in diesem Moment kam mein „Author Mojo“ ins Spiel: Eine charmante, aber glasklare norddeutsche Ansage auf Augenhöhe. Ich habe Ina natürlich nicht laufen lassen, sondern ihr eine Nachricht geschickt:
„Du musst das jetzt fertig machen, Ina. Wenn du das jetzt fertig machst, dann kommst du mit auf die Buchmesse. Eine Lesung ist noch frei“
Dieser liebevolle Tritt in den Hintern saß. Das Buch wurde pünktlich zur Buchmesse fertig.
Wie gewinne ich als Lerntherapeutin neue Kunden ohne Kaltakquise?
Heute, fast zwei Jahre nach der Veröffentlichung, ist das Buch Hilfe! Mein Kind kann nicht richtig lesen und schreiben weit mehr als nur ein gedrucktes Werk – es ist das stabilste Fundament für Inas gesamtes Business. Es fungiert als strategisches Marketinginstrument, das im Hintergrund Vertrauen aufbaut, ohne dass Ina aktiv Kaltakquise betreiben muss.
Während des Schreibens kristallisierte sich außerdem heraus, dass das Thema Rechtschreibung für Eltern noch brennender ist als das Lesen allein. Aus dieser Erkenntnis heraus entwickelte und launchte Ina im darauffolgenden Sommer erfolgreich ihr erstes reines Online-Angebot für Eltern: den Rechtschreibfahrplan.
Besonders im Bereich der hochpreisigen Einzel-Dienstleistungen zeigt das Buch seine Hebelwirkung:
- Höhere Sichtbarkeit und Standing: Das Buch ist prominent auf Seite 1 ihrer Homepage platziert. Eltern sehen sofort: Hier arbeitet eine absolute Koryphäe.
- Automatisierte Buchungen: Ina verzeichnet einen guten Anstieg bei den Buchungen für einmalige Diagnostiktermine.
- Nachhaltiges Marketing: Die professionellen Messefotos von der Buchmesse sind bis heute im Dauereinsatz und untermauern ihren Expertinnen-Status bei jeder Gelegenheit.
„Das heißt jetzt nicht unbedingt, dass die Eltern das Buch kaufen, aber sie sehen das Buch und denken: Ach, die hat schon ein Buch geschrieben. […] Dann sehen sie, dass sie direkt einen Termin mit mir buchen können und nutzen das natürlich. […] Das Buch macht schon Eindruck, das bekomme ich häufig zurückgemeldet.“
Inas wichtigster Rat an alle Frauen und Therapeut*innen, die eine Buchidee im Kopf haben, aber zögern:
Such dir eine Struktur und jemanden, der dir einen klaren Handlungsfaden gibt. Denn alleine vor sich hin zu brödeln, führt oft nur zu unvollendeten Manuskripten. Mit der richtigen Begleitung hingegen wird das eigene Buch zum Schlüssel für ein freies, selbstbewusstes und ausgebuchtes Business.
Links
https://www.lerntherapie-lauterbach.de/ – Inas Webseite
https://www.amazon.de/Hilfe-nicht-richtig-lesen-schreiben/ – Inas Buch
https://svenjahirsch.de/thewritingsessions – Alle Infos zu meinem Gruppenprogramm The Writing Sessions



