Mit Mitte 50 noch einmal komplett neu anfangen? Für viele klingt das mutig – für Heike wurde es zur besten Entscheidung ihres Lebens.
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Nach 35 Jahren in einer Großbank wagte Heike noch einmal den Schritt in die Selbstständigkeit als Stilberaterin. Sie hatte schon eine Weile den Wunsch, ein Buch zu schreiben, erste Ideen in der Schublade. Was sie nicht ahnte: Dieses Buch würde tatsächlich einer ihrer größten Hebel für Sichtbarkeit, Positionierung und ihr Business werden.
Heute ist sie Autorin, hat eine stark gewachsene Community aufgebaut und entwickelt neue Angebote auf Basis ihres Buches. Der Weg dahin begann mit einer Idee – und einem Manuskript, das zunächst in der Schublade verschwand.
Selbstständigkeit mit Mitte 50: Wenn die eigene Leidenschaft endlich Raum bekommt
Schon lange bevor Heike Unternehmerin wurde, beschäftigte sie das Thema Stil und die Wirkung von Kleidung.
„Ich war 35 Jahre in einer Großbank tätig und bin seit meinem 35. Lebensjahr grauhaarig. Das macht mich schon so ein bisschen speziell.“
Schon früh beobachtete sie, welchen Einfluss Kleidung auf Menschen haben kann.
„Ich wusste damals schon, dass Kleidung viel mit mir macht, aber auch mit dem Gegenüber.“
Ihre Leidenschaft begleitete sie viele Jahre. Sie unterstützte Freundinnen bei Vorstellungsgesprächen, beriet sie bei Outfits und beschäftigte sich immer intensiver mit Persönlichkeitsentwicklung.
Erst nach ihrem Ausstieg aus der Bank wurde daraus eine klare Vision.
„Ich möchte da jetzt was rausbringen. Ich möchte […] meine Geschichte erzählen und zeigen, dass es auch nicht zu spät ist, mit Mitte 50 noch mal etwas Neues zu starten.“
So entstand die Idee, ein eigenes Buch zu schreiben.
Warum viele Expertinnen ihr Buch nie fertig schreiben
Im Urlaub begann Heike voller Begeisterung zu schreiben. Die ersten Seiten entstanden schnell.
„… ich war auch mächtig stolz, dass ich viel Familiengeschichte reingepackt habe und hatte auch schon im Kopf, wie das so weitergeht.“
Doch zurück im Alltag geriet das Buchprojekt in den Hintergrund.
„… und dann bin ich nach Hause gekommen und da waren andere Sachen. Ich habe mein Business ja gerade gestartet und dann ist das einfach in der Schublade liegen geblieben.“
Der Grund war nicht fehlende Motivation. Vielmehr fehlte die Struktur.
„Es war einfach der Business-Alltag: Neuer Start, neue Kund*innen, neue Strukturen, auch in meinem Leben.“
Und vor allem:
„… mir hat dieser rote Faden gefehlt. Ich hatte das nur in meinem Kopf und ich wusste einfach nicht: Wie gehe ich jetzt weiter vor?“
Ein Gefühl, das viele Unternehmerinnen kennen: Die Expertise ist da, die Idee ist da – aber der Weg zum fertigen Buch ist unklar.
Sachbuch schreiben: Warum Struktur über Erfolg oder Scheitern entscheidet
Der Wendepunkt kam, als Heike sich Unterstützung holte. Zunächst nahm sie an einem dreitägigen, kostenfreien Event von mir teil. Hier bekam ihr Buchprojekt zum ersten Mal einen klaren Rahmen.
„Ich habe gemerkt: Das gibt mir eine Struktur. Das ist ja super!“
Schnell wurde ihr klar, dass sie ihr Buch nicht länger allein schreiben wollte.
„Ich möchte Begleitung und ich brauche eine strukturierte Begleitung […] ich habe ja schon viel in meinem Kopf, und es darf jetzt strukturiert aufs Papier kommen.“
Heike nahm an meinem Gruppen-Mentoring The Writing Sessions teil. Besonders ein Gedanke blieb ihr nachhaltig in Erinnerung:
„Rohfassung, erst muss die Rohfassung stehen.“
So wurde aus dem überwältigenden Projekt Buch schreiben ein machbarer Prozess. Auch die Gemeinschaft mit den anderen Autorinnen spielte dabei eine wichtige Rolle.
„… war ganz schön, sich gegenseitig zu motivieren.“
Ein Sachbuch verändert nicht nur das Business, sondern auch die eigene Identität
Während des Schreibprozesses passierte etwas, womit Heike nicht gerechnet hatte: Das Schreiben brachte sie dazu, sich selbst noch einmal neu kennenzulernen. Denn wer war jetzt diese Frau, die hinter diesem Business stand?
Das Buch wurde für sie zu weit mehr als einem Marketinginstrument. Es wurde zu einer Reise zu sich selbst.
Wie ein Expertinnenbuch neue Kundinnen und mehr Umsatz bringt
Schon während der Entstehung von Be You And Bloom bemerkte Heike, wie sich ihre Sichtbarkeit veränderte.
„… als ich begann, über mein Buch zu sprechen, da sind die Followerzahlen schon nach oben gegangen. Natürlich auch nochmal so ein ein Trustfaktor, glaube ich.“
Sie hielt einen Vortrag in der Community einer anderen Expertinnen vor rund 20-30 Frauen – und sprach dort über ihr kommendes Buch. Rund 6 buchten ihr Einstiegsangebot.
Nach der Veröffentlichung verstärkte sich dieser Effekt noch einmal.
Ihre Lesung auf der Frankfurter Buchmesse war die bestbesuchte, ihr Buch direkt im Anschluss bis auf ein Exemplar ausverkauft.
Das Buch wurde zum Türöffner für neue Kundinnen, neue Kooperationen und neue Angebote.
Schließlich entstand sogar ein weiteres Produkt.
„… und da habe ich mich dann tatsächlich dazu entschieden, einen Minikurs zu kreieren.“
Heute profitiert Heike von mehreren Einkommensquellen und hat ihr Business deutlich breiter aufgestellt. Erst kürzlich stellte sie durch Zufall fest: Be You And Bloom ist mittlerweile ein Amazon-Bestseller!
Der Moment, in dem sich Heike Hensel wirklich als Autorin fühlte
Die Veröffentlichung ihres Buches beschreibt Heike als einen ganz besonderen Moment.
„Es war schon ein Gefühl von Freiheit … und auch diese Leichtigkeit. Ich konnte es erst mal gar nicht richtig greifen, als es dann da war, als es ausgeliefert wurde.“
Erst nach und nach wurde ihr bewusst, was sie geschafft hatte.
„… ich habe dann auch wahrgenommen, dass ich Autorin bin und dass sich mein Buch auch sehr, sehr gut verkauft und dass es ein Trustfaktor ist.“
Und genau dieses Gefühl trägt sie bis heute.
„… es ist auf jeden Fall eine super Leichtigkeit, die damit einhergegangen ist und auch Stolz.“
Warum ein Sachbuch Vertrauen schafft und Menschen bewegt
Das Schönste für Heike ist jedoch die Wirkung, die ihr Buch auf andere Menschen hat. „Es macht viel mit mir. Es macht auch viel mit den Leserinnen.“ Die Kraft eines Sachbuches: Es macht Expertise sichtbar, schafft Vertrauen und verbindet Menschen auf einer viel tieferen Ebene.
Fazit: Warum es nie zu spät ist, ein Sachbuch zu schreiben
Heikes Geschichte zeigt eindrucksvoll, dass es für einen Neuanfang kein festes Alter gibt.
- Mit Mitte 50 gründete sie ihr eigenes Business.
- Sie schrieb ihr erstes Buch.
- Sie positionierte sich als Expertin.
Und sie schuf neue Möglichkeiten für ihr Unternehmen.
Ihr Weg beweist: Ein Sachbuch ist weit mehr als ein Buch. Es kann der Startschuss für ein neues Kapitel sein – beruflich und persönlich.
Und manchmal beginnt alles mit einem einzigen Satz:
„Ich möchte da jetzt was rausbringen.“
Links
https://www.heikehensel.com/ – Heikes Webseite
Be you and Bloom– Zum Buch von Heike
https://svenjahirsch.de/thewritingsessions – Alle Infos zu meinem Gruppenprogramm The Writing Sessions


