BlogBeitrag zu meiner eigenen Online Business Reise, Svenja Hirsch sitzt rechts, links grünes Feld mit Beschreibung

Ich war von allem so ein bisschen. Und auch auf meiner Webseite stand so ziemlich alles an Dienstleistungen, die man sich unter Schreiben vorstellen kann. Keine so wirklich gute Idee…

Damit wir uns richtig verstehen: Es gibt verdammt gute Copywriter da draußen! Ich bin keine davon. Nicht, weil ich schlecht schreibe. Sondern weil mir diese Art des Schreibens für andere (!) wenig bis gar keinen Spaß macht.

Bis zu diesem Zeitpunkt habe ich mich null für Coachings interessiert. Ich dachte: ”Ach naja, was soll das bringen?” und hinzu kam noch meine finanzielle Situation. Doch dann kam eine Expertin auf mich zu und machte mir ein Angebot, für das ich nach wie vor sehr dankbar bin. Ich sagte zu und wir begannen mit der Positionierungsarbeit. Und damit, viel von dem ganzen alten Scheiß (nochmal) aufzuarbeiten. Ich war verdammt ehrlich. Ich denke, das muss man sein, um bestimmte Strukturen hinter sich zu lassen. 

Und es war das erste Mal, dass ich selbst auf den Punkt kam und mir schließlich ein Herz fasste, um auf das zu setzen, was mir wirklich Freude bereitet: Erzählen. Echte Geschichten, die ich schon während meiner redaktionellen Zeit am liebsten geschrieben hatte. Portraits von Menschen und ihrem Business. Wie sie und warum sie dort gelandet waren, wo sie heute sind.  

Ich war auf einmal nicht mehr dings… irgendwas mit Medien und Schreiben

Ich wusste, ich will Bücher machen! Mit echten Geschichten! Sachbücher! Mehrwert! Echte Erfahrungen! Okay, super. Und nun?

Die Positionierung ist immer die Grundlage. Von allem, auch von einem Buch. Da mag jetzt manch eine:r drüber lächeln, aber wenn du nicht weißt, wofür du jetzt genau DIE Expertin bist, wie willst du dann davon erzählen? Wie willst du ein Buch schreiben, das dir diesen Status bringt und ihn verstärkt, wenn du nicht weißt, wofür du stehst?

Das ist das eine. Das andere ist, das Ganze zu verkaufen.

Ehrlich, das hat mir zu diesem Zeitpunkt – wir befinden uns ungefähr im November 2020 – null Spaß gemacht. Meinen Schreib-Workshop wollte ich nach dem ersten Testlauf nochmal verkaufen. Klappte nicht. Was klappte, war die erste 1:1 Kundin, die ich durch diesen Workshop erreicht hatte. Ich freute mich unfassbar – immer noch!

Trotzdem reichte das natürlich nicht und dank eines weiteren Kurses veröffentlichte ich kurzerhand mein 1:1 Angebot via Posting auf Instagram. 

Ich sag mal so: Es war alles okay. Aber es war nicht “Hell, yeah!” Ich hatte keinen Flow, ich hatte immer noch Angst. Ich hatte keinen Plan. Ich hatte kein Selbstbewusstsein, mich mit meinem Angebot hinzustellen und zu sagen: “Hej, das ist voll gut, was ich hier mache.”

Aber was genau muss man tun, um diesen Mindshift zu machen, der dann auch zum Erfolg führt?

Marketing von

Ich hatte das Gefühl, durch meine Angst nicht ich selbst zu sein. Ich ließ zu viel durchgehen. Ich konnte keine Grenzen setzen. Und das musst du als Unternehmerin! Das weiß ich heute.

Es muss normal sein, “Nein” zu sagen.

Alles andere bedeutet, dass du noch zu wenig verdienst und um deine Existenz fürchtest. So war es zumindest bei mir. Ich habe nicht Nein gesagt. Ich habe alles mitgemacht, um ja keine Kundinnen zu vergraulen. Und das wurde mir auch so zurückgespielt: Eine Interessentin wollte Ratenzahlung nach Bedingungen, die ich nicht angeboten habe. Als ich dieser Ratenzahlung zustimmte und dafür einen Aufschlag berechnete, sprang sie ab und sagte mir, ich sei kundinnenunfreundlich. 

Mir fehlte jegliche Selbstsicherheit, ich fühlte mich immer wie eine Hochstaplerin. Trotzdem hatte ich im Dezember zwei weitere 1:1 Kundinnen. Mit der einen lief es toll, mit der anderen nicht.

Warum kommen Menschen in unser Online-Business, die nicht zu uns passen?

Ich zog zu diesem Zeitpunkt Menschen an, die nicht zu mir passten – oder ich nicht zu ihnen. Wie man’s nimmt. Allerdings wusste ich das zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht. Es war mehr ein Gefühl. Ich fühlte mich einfach unwohl, trug meine Ängste mit mir rum, traute mich nichts und wusste nicht, was ich tun sollte, um diesen ganzen Zustand zu ändern.

Es war so ein Prokrastinieren aus Unwissen und dem Gefühl, ins Blaue hinein zu handeln, ohne konkretes Ziel. Und es war zugleich ein komplettes Over-Acting (denn irgendetwas muss man ja machen) an den falschen Stellen. Doch das sollte sich ab Ende 2020/Anfang 2021 ändern…

Was schließlich passierte, liest du in Teil 3.

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