Orangenes Feld mit Schriftzug "Heutzutage liest doch niemand mehr", rechts Svenja Hirsch mit zweifelndem Gesichtsausdruck

Heutzutage liest doch niemand mehr – der Buchmarkt und seine tatsächlichen Zahlen

Manchmal sind die supermarkteigenen Radiosender doch etwas wert: „Seit Beginn der Corona-Pandemie ist die Lesefreude wieder gestiegen.“ ist eine der brandheißen Nachrichten, als ich heute durch den Penny-Markt laufe. Die Menschen hätten die Zeit genutzt, um ihre ohnehin herumliegenden Bücherstapel endlich zu lesen.

Ich denke an eine Kundin von mir, der man erst neulich folgenden Spruch gedrückt hat: Heutzutage würde doch niemand mehr lesen. Nun ja… Ich bin ja eine Freundin von konkreten Zahlen. Also habe ich sie gefragt, worauf dieser Mensch seine Behauptung aufbaut. Wo steht das? Und wer sagt das (außer ihm)?

Da mich natürlich interessiert, ob an dieser Sache mehr dran ist – und ich Supermarkt-Radiosendern gegenüber ein gesunde Skepsis habe – bin ich auf die Suche gegangen. Und siehe da, die erste Zahl die mir begegnet, ist diese:

Mehr als 70.000 Bücher wurden 2019 in Deutschland veröffentlicht.

„Fasst man Erst- und Neuauflagen zusammen, dann sind 2019 exakt 78.746 Titel erschienen (1.170 Titel weniger als 2018). Davon waren 70.395 Erstauflagen, also echte Novitäten. Die Tendenz zu einer vorsichtigeren Programmplanung setzt sich damit fort.“ schreibt der Börsenverein des Deutschen Buchhandels. Das bedeutet, dass die Zahlen 2020 leicht zurückgegangen sind. Dennoch sehen rund 70.000 Bücher pro Jahr schon mal nicht nach niemand aus. Zumal hier nicht die Verkaufszahlen, sondern die Zahl erschienener Einzeltitel gemeint sind.

So schön, so gut… aber wie sieht es wirklich mit den Verkaufszahlen aus?

Damit wären wir bei dem, was auch die Tendenz des Penny-Radios sagt: Die Zahlen steigen wieder – und das trotz zurückgehender Veröffentlichungszahlen. Seit 2012 lag der Markt zwar nicht brach, aber es gab bis 2019 keinen Anstieg der Verkaufszahlen. Das hat sich mit 2019 geändert: 1,7 Prozent mehr Umsatz konnten buchhändlerische Betriebe verzeichnen. Dieser Trend hält mit 2020 +0,1 Prozent an. Vor allem Ebooks werden häufiger gekauft, als noch in den Vorjahren.

Und auf eine weitere interessante Zahl bin ich bei meiner Recherche gestoßen:

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Zum Freebie

Denn mich interessiert als Person, die mit Büchern arbeitet natürlich auch, wie die Zukunftsmusik in diesem Bereich klingt. Hierzu zitiert die Plattform statista eine Prognose von PricewaterhouseCoopers (PwC). Derzufolge wird bis zum Jahr 2024 der deutsche Buchmarktumsatz gerade im Fach- und Sachbuchsegment ansteigen. Den Gesamtumsatz schätzt man auf 7,9 Milliarden Euro. „Zwar werden voraussichtlich die Printumsätze weiter sinken , jedoch wird erwartet, dass die E-Book-Umsätze auf rund 1,54 Milliarden Euro steigen werden.“, so statista.

Was sagen uns all diese Zahlen und Prognosen vom Buchmarkt?

  1. Die Aussage „Heutzutage liest niemand mehr“ ist schlichtweg falsch.
  2. Der Buchmarkt ist seit langer Zeit wieder im Aufwind. Vor allem der Sach- und Fachbuchbereich wird als vielversprechend eingestuft.
  3. Es lohnt sich definitiv, das eigene Buch immer auch als Ebook-Version auf den Markt zu bringen (was tatsächlich nur einen geringen Mehraufwand bedeutet).

Das deckt sich übrigens auch mit meiner Beobachtung, dass gerade am englischsprachigen Markt vermehrt Sachbücher bzw. Expert:innenbücher/Business-Bücher veröffentlicht werden. Ein Trend, der so wie viele andere in Kürze im deutschsprachigen Raum ankommen wird.

Die Prognose eines umsatzstärkeren Sachbuchbereichs zeigt die positive Tendenz bereits.

Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber mich stimmen diese Zahlen frohen Mutes. Und gute Antworten, falls mal wieder jemand meint, ein „Heutzutage liest doch niemand mehr“ in die Runde werfen zu dürfen, habe ich jetzt auch.

Wenn du diesen Trend für dich nutzen und endlich dein Business-Buch schreiben willst, dann vereinbare gerne ein Kennenlerngespräch für die Buch-Betreuung mit mir. Oder trage dich auf der Warteliste für mein Gruppenprogramm ein.

Let‘s grow,
deine Svenja

Schriftzug Die einzige Buchcoachin die gendert auf gelbem Hintergrund. Daneben Foto von Svenja Hirsch, die sich eine Haarsträhne wie einen Bart vor den Mund hältSvenja Hirsch
Links blaues Feld mit dem Text Drei Fragen, über die du dir vor dem Buchschreiben Gedanken machst wetten?, rechts sieht man Svenjas Gesicht, sie hält drei Finger mit rotem Nagellack in die KameraSvenja Hirsch
Titelbild zu Blogbeitrag Mein Warum Mission VerantwortungSvenja Hirsch